5. Balkone
Die sonst im Villenresort typischen freiauskragenden Balkone ließen sich hier leider nicht verwirklichen. Da die in der Entwicklung befindlichen Glasfaser-Isokörbe nicht einsetzbar waren, mußte hier auf punktuelle Auflagerung mit Schöck-Tronsolen zurückgegriffen werden. Eine zentrale Stütze an der Stirn der Balkone minimierte die Auflagerfläche auf 2 Punkte im Hintermauerwerk.

Solche kalkulier- und rechenbaren Wärmebrücken sind tolerabel, wenn die Summe nicht zu groß wird. Gestalterisch war uns jedoch gerade die relativ stützenlose Balkonkonstruktion wichtig.
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6. Attika
Die Attika ist konstruktiv als Außenecke schon eine Wärmebrücke.
Um den konstruktiven Abschluß des begrünten Daches und die Hochführung des WDVS sicherstellen zu können, wird hier durch eine Holzkonstruktion die Attikaaufkantung ausgebildet. Sie gewährleistet auch eine bessere Befestigung der Attikaabdeckung mit Zinkblech.

7. Sonderbauteile
Aus grundrißlichen und wärmetechnischen Überlegungen wurde das Treppenhaus als innenliegend geplant. So wird ermöglicht, das Energiegewinne auf der Ostseite den Wohnungen zu gute kommen.
Als innenliegendes Treppenhaus ist es erforderlich, eine Rauchabzugsanlage zu installieren.

Hier mußten wir auf die RWA-Anlagen für industrielle Kühlräume zurückgreifen, da die normalen RWA-Anlagen wärmetechnisch zu schlecht waren. Ebenfalls Neuland und der Weiterentwicklung bedarf es im Entlüftungsbereich von Aufzüge und Abwasser-strängen, da das Überdachführen dieser einem Passivhaus, mit der absoluten Minimierung von Wärmebrücken, widerspricht.
Hier ist momentan nur die Möglichkeit gemäß DIN die Strangentlüftung vorzusehen, jedoch nicht über Dach zu führen. Die Entlüftung erfolgt mit Rohrentlüftern.