Die Vorgaben des Passivhauskonzeptes führen natürlich zu Mehrkosten.
Folgende Bereiche sind hierbei zu nennen:

1. Mehrdämmung im Bereich Dach, Wand, Sohle sowie Rohrleitungen
2. Fenster mit 3-Fachverglasung und gedämmter Rahmenkonstruktion
3. Haustechnik.

Bei unserem Projekt liegen die Mehrkosten gegenüber den Niederenergiehäusern bei ca. 15 %.

Neben den Baukosten sind jedoch auch die zusätzlichen Ingenieurleistungen zu berechnen, z.B. Erstellung des Passivhausprojektierungs-Paketes, Testat durch das Passivhausinstituts sowie dem Blower-Door-Test.

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Entscheidender Vorteil der Passivhäuser gegenüber eines Niedrigenergiehauses ist die Nutzerfreundlichkeit, daß die eingesetzte Technik mehr und mehr in den Hintergrund rückt, auch nicht dogmatisch die Fenster geschlossen sein müssen, da die Heizperiode nur wenige Wochen im Jahr ausmacht.

Da wir in Deutschland Häuser für Nutzungszeiträume von ca. 100 Jahren bauen, ist es sinnvoll, die Außenhaut auf Jahrzehnte dämmtechnisch ausreichend zu gestalten. Es muß der Schnittpunkt zwischen Wärmeverlusten und aufgewendete Produktionsenergie gefunden werden. Neben der Dämmung sind jedoch die Wärmebrücken bei hocheffizienter Dämmung immer entscheidender.

Aussichten
Das Passivhaus ist der richtige Weg. Vieles ist in der neuen Energieeinsparverordnung 2002 zum Standard geworden und somit ist das Passivhaus konkurrenzfähiger, z.B. der Wärmebrückennachweis.Kritisch gerade im Geschoßbau ist die Forderung des Gesamtprimärenergiebedarfs
von 120 kWh/m²a.
Dieses führt gerade bei der Nacherwärmung der Luft zu Mehrkosten, die bilanziert, Rohstoffverbrauch zur Einsparung, sinnlos erscheint.