Ein Passivhaus zwingt den Planer jeden Anschluß, jeden Punkt des Hauses zu planen und zu kontrollieren auf Wärmebrückenfreiheit. Dies führt dazu, daß bei der Ausführung ein höheres Maß an Qualität erreicht wird, bedingt auch, daß nur mit einer qualifizierten Bauleitung die Planung umgesetzt werden kann.

Lüftung:
Die Beheizung des Passivhauses erfolgt durch Erwärmung der zugeführten Luft. Die Belüftung ist ausgelegt auf den gem. DIN 1946 Teil 6 gerade noch zulässigen Wert, d.h. 0,5 facher Luftwechsel bzw. 30 m³ Luft pro Person und Stunde.
Die zentrale Lüftungsanlage besteht aus 4 Lüftungs-geräten, Fabrikat Paul mit hocheffizienter Wärme-rückgewinnung. Die Luft wird angesaugt und über einen Erdwärmetauscher, Länge ca. 240 m, und so vorgewärmt zum Lüftungsgerät geleitet.

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Von hier wird die Luft vorgewärmt auf 16 - 18°C in 4 Schächten zu den Wohnungen geleitet. Jede Wohnung hat die Möglichkeit auf Nacherwärmung der Frischluft. Diese erwärmte Luft wird über dem im Flurbereich instal-lierte Verteilung zu den Aufenthaltsräumen geführt und die dort mittels Weitwurfdüsen eingeblasen. Die Flure werden mit einer abgehängten Decke versehen. Dies er-möglicht auch später an die Verteilung und das Rohrnetz für Revisionen u.ä. Zwecke heranzukommen.Die Ab-saugung der Luft erfolgt im Bad und in der Küche. Die Luft strömt durch Überströmöffnungen oberhalb der Zimmertüren über den Flur zu den Absaugpunkten.

Die verbrauchte Luft gelangt so wieder zum Lüftungsgerät im Kellergeschoß und ihr wird über einen Gegenstrom-Kanaltauscher die in ihr enthaltene Energie entzogen und wieder ausgeblasen.

Der Gesamtkeller wird ebenfalls über die Lüftungsanlage ent- und belüftet. Die Absaugung ist hier im Wäsche-Trockenraum. Dies führt dazu, daß ein viel effektiveres Trocknen der Wäsche gegenüber Fensterlüftung eintritt. Allerdings mußte, um einen fensterlosen Trockenraum bauen zu können, eine Befreiung inkl. haustechnischem Nachweis bei der Bauprüfabteilung eingereicht werden.