Wo lagen die konstruktiven Probleme bei unserem Passivhaus.
1. Übergang Keller - Erdgeschoß.
Der Keller wird definiert als unbeheizter Raum. So ist es zwingend notwendig, ihn möglichst wärmebrückenfrei abzukoppeln von den übrigen Geschossen. Es mußten die Lasten von 4 Geschossen über eine 25 cm hohe Gasbetonschicht, die unter der Kellerdecke positioniert ist, abgetragen werden. Der statische Nachweis hierfür führte zu Diskussionen mit dem Prüfstatiker.

2. Da auch beim Passivhaus kein funktioneller Komfortverlust sein sollte, ist ebenfalls ein Aufzug vorgesehen. Dieser macht unvermeidbar, daß der Treppenraum inkl. Aufzug als beheizter Raum definiert werden mußte, und die Dämmebene auch den Treppenraum im Kellerbereich einschließt. Durch eine Sohlenabsenkung und wieder Einsatz von Porenbeton, hier in der untersten Schicht, konnte eine Wärmebrückenfreiheit gewährleistet werden. Was es jedoch noch nicht auf dem Markt zu kaufen gibt, sind T30-Türen passivhaustauglich, d.h. die nahezu luftdicht schließen. Somit ist hier mit Wärmeverlusten zu rechnen.

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3. Auflager der Tiefgaragendecke
Hier mußte darauf geachtet werden, daß die Decke der Tiefgarage nicht zu nah an die Kellerdecke herangeführt wird. Durch eine 6 cm breite Fuge, die mit Dämmung versehen wird, wird der Wärmefluß minimiert. Der Kellerbereich ist gegenüber den anderen Villen 25 cm höher, um die Kellerdeckenunterdämmung realisieren zu können.

Auch im Bereich zwischen Konsole für Auflagerung TG-Decke und KG-Decke wird wieder Porenbeton eingesetzt.

4. Anschluß Fenster
Es werden in unserem Bau Holzfenster der Firma 3-Holz eingesetzt. Sie werden komplett in die Dämmebene gesetzt mit Winkeln und als Fußpunktauflager mit einer Lärchenbohle fixiert. Die schon am Fenster befestigten Buthylfolie wird vor dem Putzen in die Fensterleibung geklebt und sorgt so für die geforderte Luftdichtigkeit.